Delmenhorst tanzt K-Pop: Ein Tanzkurs für alle, die mehr als Hip-Hop wollen

Von Maria Weigl | 24.03.2025, 09:17 Uhr, Delmenhorster Kreisblatt

Hier geht es zum Original-Artikel des Delmenhorster Kreisblatts
K-Pop-Kurs in Delmenhorst_ Tanzsportzentrum zeigt neue Moves.pdf (6.41MB)
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Ieenyung Park tanzt, seit er elf Jahre alt ist. Jetzt gibt der gebürtige Koreaner sein Wissen und Können in Delmenhorst weiter. FOTO: Maria Weigl, Delmenhorster Kreisblatt

Es ist eine Musikrichtung, aber für viele auch ein Lebensgefühl: K-Pop – koreanische Popmusik. Die Fangemeinde ist riesig. Vor allem junge Menschen himmeln die Bands an. Eine Charakteristik sind die ausgefallenen Tanzchoreografien. Im Tanzsportzentrum in Delmenhorst gibt es einen K-Pop-Kurs.

K-Pop ist eine Musikrichtung, die seit einigen Jahren vor allem junge Menschen begeistert. Aber K-Pop ist nicht nur Musik. Auch das Tanzen spielt eine wichtige Rolle. Ein Angebot, zu dieser Musik zu tanzen und die Choreografien zu lernen, gibt es auch in Delmenhorst. Dass es so einen Kurs in Delmenhorst gibt, finden Mia, Alexandra und Jana super. Die drei sind bisher die einzigen, die Teil der K-Pop-Gruppe sind. „Ich habe schon sehr lange nach so einem Kurs gesucht“, sagt Alexandra. Jana findet es vor allem gut, dass es während der Tanzstunde direktes Feedback gibt. „Das ist ganz anders als zu Hause vor dem Spiegel“, sagt sie.



K-Pop ist mehr als bloß Hip-Hop

Aber was ist das Besondere an dieser Art zu tanzen? „Ich finde es beeindruckend, wie viel die Künstler auf einmal machen“, sagt Mia. Denn die K-Pop-Gruppen singen nicht nur, sie tanzen auch und bringen dabei eine richtige Show auf die Bühne. Dass es anders und vor allem mehr ist als nur Hip-Hop, da sind sich sowohl die drei Tänzerinnen als auch Trainer Ieenyung Park einig.

Foto: Maria Weigl, Delmenhorster Kreisblatt

 

Ieenyung Park kommt gebürtig aus Südkorea und ist 2018
nach Deutschland gekommen. Jetzt lebt er in Bremen. Seit er elf Jahre alt ist, tanzt er. „Ich habe mit Streetdance angefangen“, sagt er. Seitdem habe er verschiedene Stile ausprobiert und ist nun beim K-Pop hängengeblieben. „Ich habe oft versucht, meine eigenen Projekte zu starten“, sagt der 37-Jährige. Aber viele seien gescheitert. Das habe ihn demotiviert. „Ich fühlte mich, als wäre ich in einem Sumpf gefangen“, sagt er. Doch dann kam das Tanzsportzentrum Delmenhorst (TSZ). Die Mutter eines Freundes war Mitglied und schlug ihn bei den Verantwortlichen als Trainer vor. „Ich hatte Angst“, gesteht Park. Denn zuvor sei er aufgrund seiner Herkunft schon oft auf Ablehnung gestoßen. „Ich war überrascht. Hier sind alle so nett“, sagt er. Im TSZ habe er sich sofort willkommen gefühlt. Und nun ist er seit 2023 Tanzlehrer in Delmenhorst.


Video: TSZ Delmenhorst

Musik und Tanz entwickelt sich immer weiter

In seinen Kursen unterrichtet er die Hip-Hop Grundschritte. Dabei sei ihm wichtig, dass alle Spaß haben. Deswegen könne auch jeder mitmachen. Egal ob mit oder ohne Vorerfahrung. „Da gibt es keine Grenzen“, sagt er. Sein Wunsch sei es, dass seine Schüler nicht nur Hip-Hop tanzen, sondern ihren Horizont auch für weitere Genres erweitern. Vor allem für K-Pop. Diese Art von Musik sei Kunst, erklärt Park. Sie entwickelt sich schon seit über 30 Jahren und ein Ende sei noch nicht in Sicht. Die Wurzeln der Schritte zur koreanischen Popmusik liegen im Hip-Hop.

Etwa im Jahr 2010 sei der Trend nach Deutschland gekommen. Zunächst wurde die Musik einfach nur angehört, bis die ersten Fangruppen entstanden sind. Mit der Zeit entwickelte sich vermutlich der Wunsch, so zu tanzen, wie die Künstler in den Videos. Heute gibt es, vor allem in größeren Städten, auch Veranstaltungen, auf denen gemeinsam getanzt wird. Und K-Pop ist ein Mix aus vielen verschiedenen Tanzstilen. Während andere Stile eher strikt seien und selten andere mit einfließen lassen, sei das bei K-Pop anders. „Wir sind offen für neue Elemente und probieren gerne Neues aus“, sagt Ieenyung Park.

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